DANA-Untersuchung: Journalistin verweigert Aussage zu Treffen mit Ex-Präsident Mazón
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DANA-Untersuchung: Journalistin verweigert Aussage zu Treffen mit Ex-Präsident Mazón

Die Journalistin Maribel Vilaplana verweigerte vor dem Untersuchungsausschuss des Kongresses die Aussage zu ihrem Treffen mit dem damaligen Regionalpräsidenten Carlos Mazón am Tag der Flutkatastrophe. Sie verwies auf ihre bereits geleistete, stundenlange Aussage vor dem Gericht in Catarroja und betonte, dass sie keine politischen Entscheidungen getroffen habe. Vilaplana kritisierte ihre Vorladung und erklärte, sie habe der Justiz bereits alle verfügbaren Informationen und Dokumente übergeben.

19. Mai 20263 Min. Lesezeitde

Schweigen im Kongress: Journalistin verweist auf Justizbehörden

Die parlamentarische Aufarbeitung der verheerenden Flutkatastrophe, die am vorletzten Oktobertag des vergangenen Jahres insgesamt 230 Todesopfer forderte, erreichte am Dienstag einen neuen Punkt der Spannung. Im Zentrum des Interesses stand die Befragung von Maribel Vilaplana vor dem Untersuchungsausschuss des spanischen Abgeordnetenhauses. Die Journalistin gilt als Schlüsselfigur, da sie am Tag des Unglücks ein gemeinsames Mittagessen mit dem damaligen Regionalpräsidenten Carlos Mazón einnahm.

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Trotz der hohen Erwartungen der Abgeordneten blieb die Sitzung inhaltlich ohne neue Erkenntnisse. Vilaplana verweigerte konsequent die Beantwortung inhaltlicher Fragen und verwies stattdessen auf ihre bereits getätigten Aussagen vor den zuständigen Justizorganen. Sie betonte mehrfach, dass sie ihre Pflicht gegenüber dem Rechtsstaat bereits erfüllt habe und keine weiteren Informationen beisteuern könne.

Unverständnis über die Vorladung vor den Ausschuss

Während ihres Auftritts im Parlament machte die Journalistin deutlich, dass sie den Zweck ihrer Einbestellung nicht nachvollziehen könne. Sie erklärte vor den anwesenden Politikern, dass sie zu den neun spezifischen Punkten, wegen derer sie vorgeladen wurde, keine Angaben machen könne. Wörtlich äußerte sie ihr Unbehagen mit dem Satz, sie wisse gar nicht, was sie an diesem Ort eigentlich solle.

Zudem thematisierte sie die öffentliche Wahrnehmung ihrer Person in diesem Kontext. Vilaplana beklagte, dass ihr Name in der öffentlichen Debatte instrumentalisiert werde – mal um Informationen zu verbreiten, mal um von anderen Sachverhalten abzulenken. Trotz der beharrlichen Nachfragen verschiedener Fraktionen blieb sie bei ihrer Linie: Wer Details über das Handeln oder die Entscheidungen von Carlos Mazón erfahren wolle, müsse diesen direkt befragen.

Kooperation mit den Ermittlungsbehörden in Catarroja

Vilaplana unterstrich, dass sie ihrer Verantwortung als Bürgerin bereits vollumfänglich nachgekommen sei. Sie verwies auf ihre stundenlange Vernehmung durch das Gericht in Catarroja. Dort habe sie sämtliche Fragen detailliert beantwortet und alle in ihrem Besitz befindlichen Dokumente und Unterlagen den Justizbehörden zur Verfügung gestellt.

Die wesentlichen Punkte ihrer Stellungnahme lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Keine politische Einflussnahme: Die Journalistin stellte klar, dass sie zu keinem Zeitpunkt von der Regionalregierung unter Druck gesetzt oder für deren Zwecke missbraucht wurde.
  • Vollständige Transparenz gegenüber der Justiz: Sie betonte, dass sie den Ermittlungsrichtern alles übergeben habe, was ihr möglich war, und über keinerlei zusätzliches Material verfüge.
  • Schutz der laufenden Verfahren: Aus Gründen der Vorsicht und Verantwortung wolle sie vermeiden, durch Aussagen im politischen Raum die gerichtlichen Untersuchungen zu beeinflussen.
  • Beständigkeit der Fakten: Da sich an den tatsächlichen Ereignissen nichts geändert habe, sehe sie keine Veranlassung, ihre bereits bei Gericht gemachten Angaben in einem anderen Kontext zu wiederholen.

Die Rolle der Journalistin am Tag der Katastrophe

Das Treffen zwischen Mazón und Vilaplana am 29.10.2024 ist ein zentraler Aspekt bei der Rekonstruktion der behördlichen Reaktionszeiten. Während die Wetterlage bereits kritisch war, befand sich der damalige Präsident bei diesem Termin. Vilaplana wies im Ausschuss jedoch erneut darauf hin, dass sie keine politische Funktion innehatte und somit an keinerlei operativen Entscheidungen während der Krise beteiligt war.

Sie habe nach eigenem Bekunden nach besten Kräften mit den Behörden kooperiert. Mit ihrer Weigerung, vor den Abgeordneten erneut auszusagen, unterstrich sie ihre Überzeugung, dass die juristische Aufarbeitung Vorrang vor der politischen Debatte haben müsse. Der Untersuchungsausschuss muss seine Arbeit nun fortsetzen, ohne neue Details aus dem direkten Umfeld des Ex-Präsidenten gewonnen zu haben. Vilaplana betonte abschließend, dass sie lediglich den Wunsch hege, diesen Prozess für sich zum Abschluss zu bringen.

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