
Harte Strafen in Sant Antoni: Bis zu 3.000 Euro Bußgeld für Lachgas-Konsum auf der Straße
Die Gemeinde Sant Antoni auf Ibiza verschärft die Regeln für Besucher: Wer auf der Straße Lachgas konsumiert, riskiert Bußgelder von bis zu 3.000 Euro. Eine neue Sicherheitskampagne setzt zudem auf mehr Polizei und eine Verdreifachung der Überwachungskameras.
Das Rathaus von Sant Antoni de Portmany auf Ibiza verschärft sein Vorgehen gegen ordnungswidriges Verhalten im öffentlichen Raum. Im Zentrum einer neuen Informations- und Sicherheitskampagne steht insbesondere der Konsum von Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, auf offener Straße. Wer dabei erwischt wird, muss mit empfindlichen finanziellen Konsequenzen rechnen: Die Behörden rufen Bußgelder von bis zu 3.000 Euro auf.
Fokus auf das Miteinander und die öffentliche Ordnung
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Die Verantwortlichen der Gemeinde haben am Mittwoch eine umfassende Initiative vorgestellt, die darauf abzielt, Besucher für ein respektvolles Verhalten gegenüber der lokalen Bevölkerung zu sensibilisieren. Ziel ist es, Spannungen abzubauen, die durch exzessives Feiern und ordnungswidrige Handlungen entstehen. Finanziert wird diese Kampagne aus Mitteln der Steuer für nachhaltigen Tourismus (ITS), was den Fokus auf eine qualitative Verbesserung des Tourismussektors unterstreicht.
Der Konsum von Lachgas als Partydroge hat in den letzten Jahren in vielen Ferienorten zugenommen und wird von den lokalen Stellen als erhebliches Störpotenzial für das soziale Gefüge und die öffentliche Sicherheit eingestuft. Durch die drastische Erhöhung der Bußgelder auf das Maximum von 3.000 Euro soll eine abschreckende Wirkung erzielt werden.
Massive Aufstockung der Überwachung und Sicherheitskräfte
Um die Einhaltung der geltenden Vorschriften sicherzustellen, setzt Sant Antoni nicht nur auf Aufklärung, sondern auch auf eine deutlich sichtbare Präsenz der Exekutive. Die Maßnahmen umfassen mehrere Säulen:
- Personalaufstockung: Die lokale Polizei erhält Verstärkung durch neue Beamte.
- Spezialeinheiten: Die Truppe der sogenannten „Agentes de Intrusismo y Convivencia“ (Beamte für illegale Aktivitäten und Zusammenleben) wird personell erweitert, um gezielt gegen Verstöße vorzugehen, die den sozialen Frieden stören.
- Technische Überwachung: Die Anzahl der installierten Überwachungskameras im öffentlichen Raum wurde verdreifacht, um Brennpunkte besser kontrollieren und Beweise sichern zu können.
Prävention durch Information
Neben der repressiven Komponente legt die Gemeinde Wert darauf, dass Urlauber bereits im Vorfeld über die Konsequenzen ihres Handelns informiert werden. Die Kampagne verdeutlicht, dass Verhaltensweisen, die das tägliche Leben der Anwohner beeinträchtigen, nicht länger toleriert werden. Dies betrifft neben dem Drogenkonsum auf der Straße auch andere Formen der Ruhestörung und des unsozialen Verhaltens.
Die Behörden betonen, dass diese Schritte notwendig sind, um die Lebensqualität in Sant Antoni zu schützen und einen nachhaltigen Tourismus zu fördern, der im Einklang mit den Bedürfnissen der Residenten steht. Besucher sollten sich daher strikt an die lokalen Verordnungen halten, um den Urlaub nicht mit einer existenzbedrohenden Geldstrafe zu beenden.
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