
Inseln der Legenden: Kanaren präsentieren ihre Geschichte in neuem Licht
Die kanarische Regierung hat die internationale Kampagne „Islas de Leyenda“ gestartet. Mit sieben animierten Kurzfilmen über die Mythen der Ureinwohner soll das kulturelle Erbe der Kanarischen Inseln weltweit als einzigartiges Merkmal hervorgehoben werden.
Die Kanarischen Inseln setzen bei ihrer neuen internationalen Vermarktungsstrategie auf eine tiefgreifende Rückbesinnung auf ihre Wurzeln. Unter dem Titel „Islas de Leyenda“ (Inseln der Legenden) hat das zuständige Tourismusressort der kanarischen Regierung eine Kampagne ins Leben gerufen, die weit über das klassische Bild von Sonne und Strand hinausgeht. Im Zentrum stehen sieben animierte Kurzfilme, die die mythologische Vergangenheit und das Erbe der Ureinwohner des Archipels beleuchten.
Eine Reise in die mythologische Vergangenheit
Die Kampagne nutzt moderne Animationstechnik, um die mündlich überlieferten Erzählungen und Mythen der Ureinwohner für ein weltweites Publikum greifbar zu machen. Jede der sieben Geschichten widmet sich einem spezifischen Aspekt oder einer Legende, die tief in der Identität der jeweiligen Insel verwurzelt ist. Ziel ist es, die kulturelle Einzigartigkeit der Kanaren als Alleinstellungsmerkmal im globalen Wettbewerb der Reiseziele zu festigen.
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Nach Angaben der regionalen Behörden soll durch diese künstlerische Aufarbeitung das Bewusstsein für den historischen Reichtum der Inseln geschärft werden. Es geht nicht mehr nur um die geografische Lage oder das Klima, sondern um die „Seele“ des Archipels, die durch das Erbe der Aborigines definiert wird.
Kultur als Differenzierungsmerkmal
Die zuständige Ministerin für Tourismus und Beschäftigung, Jéssica de León, betonte bei der Vorstellung des Projekts, dass die Identität und das kulturelle Erbe die Elemente sind, die die Kanaren von anderen Destinationen unterscheiden. Die Kampagne „Islas de Leyenda“ ist somit ein strategisches Instrument, um ein anspruchsvolleres Publikum anzusprechen, das Wert auf Authentizität und Geschichte legt.
Die sieben Kurzfilme decken verschiedene Facetten ab:
- Historisches Erbe: Die Erzählungen basieren auf Überlieferungen, die über Generationen hinweg den Charakter der Inselbewohner geformt haben.
- Innovative Kommunikation: Durch den Einsatz von Animationen werden auch jüngere Zielgruppen und internationale Märkte erreicht, die einen frischen Blick auf die Traditionen erhalten.
- Identitätsstiftung: Die Kampagne soll nicht nur Touristen anlocken, sondern auch das Bewusstsein für den Schutz und die Wertschätzung des eigenen Kulturguts vor Ort stärken.
Strategische Ausrichtung der Tourismusförderung
Hinter der kreativen Fassade steckt ein klarer wirtschaftlicher Plan. Die kanarischen Behörden verfolgen das Ziel, den Tourismussektor zu diversifizieren. Indem man die Geschichte der Ureinwohner in den Fokus rückt, fördert man indirekt auch den ländlichen Tourismus, Museen und archäologische Stätten auf den Inseln.
Die Kampagne wird international ausgespielt, um das Image der Kanarischen Inseln als „Kulturziel“ zu festigen. Es ist ein Versuch, die Wahrnehmung des Archipels zu transformieren: Weg von einer reinen Urlaubsdestination, hin zu einem Ort mit einer jahrtausendealten, lebendigen Geschichte. Die Legenden dienen dabei als Brücke zwischen der Vergangenheit der Aborigines und der modernen Gegenwart der Inseln.
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