Invasive Hornisse auf Gran Canaria entdeckt: Imker fordern sofortige Maßnahmen zum Schutz der Bienen
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Invasive Hornisse auf Gran Canaria entdeckt: Imker fordern sofortige Maßnahmen zum Schutz der Bienen

Nach dem ersten Fund eines Nestes der Asiatischen Hornisse auf Gran Canaria schlagen Imker Alarm. Die invasive Art bedroht die endemische Schwarze Biene. Behörden und Verbände fordern eine schnelle Reaktion und rufen die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Früherkennung auf.

21. Mai 20262 Min. Lesezeitde

Alarmstufe Rot für die kanarische Imkerei

Die Entdeckung eines Nestes der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina ssp. nigrithorax) auf Gran Canaria hat unter Experten und Naturschützern große Besorgnis ausgelöst. Es handelt sich um den ersten Fund dieser invasiven Art im gesamten Archipel. Die Imkervereinigung von Gran Canaria, ApiGranca, warnt eindringlich davor, dass dieser Fund das reale Risiko für die lokale Artenvielfalt und insbesondere für die Bienenzucht verdeutlicht.

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Die Asiatische Hornisse gilt als aggressiver Räuber, der es gezielt auf Honigbienen abgesehen hat. Besonders gefährdet ist die Kanarische Schwarze Biene (Apis mellifera mellifera), eine endemische Nutztierart, die für das ökologische Gleichgewicht der Inseln von zentraler Bedeutung ist. Ohne ein schnelles Eingreifen der Behörden und eine lückenlose Überwachung drohen massive Verluste in der lokalen Honigproduktion.

Schnelle Reaktion als Schlüssel zum Erfolg

Laut offiziellen Mitteilungen der Imkerverbände ist die Früherkennung der entscheidende Faktor, um eine unkontrollierte Ausbreitung der invasiven Spezies zu verhindern. Da die klimatischen Bedingungen auf den Kanarischen Inseln die Ansiedlung solcher Arten begünstigen könnten, fordern Fachleute eine permanente Wachsamkeit in der Nähe von Bienenstöcken und in ökologisch sensiblen Gebieten.

Die Koordination zwischen den betroffenen Institutionen und spezialisierten Netzwerken wie RedEXOS (Netzwerk zur Früherkennung invasiver Arten) steht nun im Fokus. Ziel ist es, neue Herde sofort zu identifizieren, zu kontrollieren und im Idealfall komplett zu eliminieren, bevor sich die Hornisse dauerhaft etablieren kann.

Aufruf zur Mithilfe: Was Bürger jetzt tun können

Die Behörden und Verbände setzen bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse auch auf die Unterstützung der Bevölkerung. Da die Nester oft in Bäumen oder an Gebäuden entdeckt werden, ist die Aufmerksamkeit von Anwohnern und Wanderern gefragt.

Folgende Schritte werden bei einer Sichtung empfohlen:

  • Kein Risiko eingehen: Nähern Sie sich niemals einem Nest, da die Tiere ihr Heim aggressiv verteidigen.
  • Meldung erstatten: Informieren Sie umgehend den Notruf unter der Nummer 1-1-2.
  • Dokumentation: Falls möglich, sollten Fotos oder Videos aus sicherer Entfernung angefertigt werden.
  • Direkter Kontakt: Verdächtige Sichtungen können per WhatsApp an die Nummer 646 601 457 (RedEXOS) gesendet werden, um eine schnelle Identifizierung durch Experten zu ermöglichen.

Die Imker betonen, dass jeder Hinweis wertvoll ist, um die Ausbreitung dieser Bedrohung für die kanarische Fauna zu stoppen. Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Imkern und der Verwaltung kann der Schutz der heimischen Bienenpopulation langfristig gewährleistet werden.

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