Keine neuen Details zur Dana: Journalistin Vilaplana schweigt vor Untersuchungsausschuss
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Keine neuen Details zur Dana: Journalistin Vilaplana schweigt vor Untersuchungsausschuss

Im Untersuchungsausschuss zur Dana-Katastrophe verweigerte die Journalistin Maribel Vilaplana detaillierte Antworten zu ihrem Treffen mit Carlos Mazón. Sie verwies auf ihre Aussagen vor dem Gericht in Catarroja und kritisierte ihre Vorladung in den Kongress.

19. Mai 20262 Min. Lesezeitde

Schweigen im Kongress: Journalistin verweist auf Justizbehörden

Die parlamentarische Aufarbeitung der schweren Unwetterkatastrophe, die sich am 29. Oktober 2024 ereignete und insgesamt 230 Todesopfer forderte, erreichte am Dienstag einen spannungsgeladenen Moment. Im Fokus des Untersuchungsausschusses im spanischen Abgeordnetenhaus stand die Befragung von Maribel Vilaplana. Die Journalistin war an jenem Tag die Begleitung bei einem Mittagessen mit dem damaligen Regionalpräsidenten Carlos Mazón. Da dieses Treffen zeitlich mit dem Beginn der katastrophalen Flutereignisse zusammenfiel, erhofften sich die Abgeordneten Aufklärung über den zeitlichen Ablauf und die Kommunikation der Behördenspitze.

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Doch die Befragung verlief ohne neue Erkenntnisse zur Sache. Vilaplana entschied sich für eine konsequente Strategie der Zurückhaltung und verweigerte inhaltliche Antworten auf die Fragen der verschiedenen Fraktionen. Stattdessen verwies sie wiederholt auf ihre bereits getätigten Aussagen vor den Justizorganen in Catarroja.

Unverständnis über die parlamentarische Vorladung

Während der Sitzung brachte die Journalistin deutlich ihr Befremden über ihre Anwesenheit im Kongress zum Ausdruck. Sie betonte, dass sie kein politisches Amt bekleide und keinerlei Beschlüsse gefasst habe. Vilaplana erklärte gegenüber den Abgeordneten, dass sie den Grund für ihre Einbestellung nicht nachvollziehen könne, da sie zu den neun spezifischen Punkten, die Gegenstand der Untersuchung sind, keine Angaben machen könne. Sie stellte ihre Anwesenheit in diesem politischen Gremium grundsätzlich infrage und sagte wörtlich, sie wisse nicht, was sie dort mache.

Zudem äußerte sie Kritik an der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Person in diesem Kontext. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass ihre Identität instrumentalisiert werde. Nach ihrer Einschätzung sei ein Punkt erreicht, an dem ihr Name in der Debatte entweder genutzt werde, um etwas zu erzählen, oder um andere Sachverhalte zu verdecken.

Fokus auf die Zusammenarbeit mit der Justiz

Trotz des Nachbohrens der Parlamentarier blieb die Journalistin bei ihrer Linie. Sie unterstrich, dass sie ihre staatsbürgerliche Pflicht bereits erfüllt habe. In den gerichtlichen Vernehmungen in Catarroja habe sie über viele Stunden hinweg detailliert ausgesagt und sämtliche in ihrem Besitz befindlichen Unterlagen sowie Dokumentationen zur Verfügung gestellt.

Wesentliche Aspekte ihrer Stellungnahme vor dem Ausschuss waren:

  • Keine politische Einflussnahme: Vilaplana wies den Vorwurf zurück, sie sei von Vertretern der Regionalregierung unter Druck gesetzt oder für deren Zwecke benutzt worden. Ihr Erscheinen vor dem Ausschuss erfolge lediglich aus Respekt vor der Institution.
  • Zuständigkeit für Fragen zu Mazón: Auf detaillierte Nachfragen zum Verhalten oder den Aussagen des damaligen Präsidenten entgegnete sie, dass man diese Fragen direkt an den Betroffenen richten müsse. Sie könne und werde nicht für Dritte sprechen.
  • Schutz der Ermittlungen: Aus Gründen der Vorsicht und Verantwortung wolle sie den laufenden juristischen Prozess nicht durch öffentliche Äußerungen beeinflussen. Sie habe bereits umfassend mit der Justiz kooperiert.

Stillstand in der politischen Rekonstruktion

Durch die Verweigerung weiterer Aussagen im parlamentarischen Rahmen bleiben die genauen Umstände des Treffens am Tag der Flutkatastrophe aus Sicht des Ausschusses weiterhin ungeklärt. Während die Justizbehörden die strafrechtlichen Aspekte und die vorliegenden Beweise prüfen, versucht die Politik parallel, die Verantwortlichkeiten zu klären.

Vilaplana bekräftigte abschließend, dass sich an den Tatsachen nichts geändert habe und sie bereits unzählige Male auf dieselben Fragen geantwortet habe. Für sie sei der Prozess der Informationsweitergabe mit der Kooperation gegenüber der Justiz abgeschlossen. Der Untersuchungsausschuss steht nun vor der Herausforderung, die Ereignisse ohne die direkte Mitwirkung dieser Zeugin weiter zu rekonstruieren.

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