Massiver Sandverlust in Maspalomas: Behörden planen Rettung der Dünen
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Massiver Sandverlust in Maspalomas: Behörden planen Rettung der Dünen

Ein aktueller Bericht des Projekts Masdunas offenbart einen dramatischen Sandrückgang von 64 Prozent in der Nähe von touristischen Einrichtungen in den Dünen von Maspalomas. Das Cabildo de Gran Canaria beantragt nun die Erlaubnis zur Sand-Umsiedlung.

23. Mai 20262 Min. Lesezeitde

Dramatischer Schwund im Naturschutzgebiet von Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas auf Gran Canaria stehen vor einer ökologischen Herausforderung, die das Landschaftsbild der Insel dauerhaft verändern könnte. Aktuelle Untersuchungen im Rahmen des Projekts „Masdunas“ zeigen eine alarmierende Entwicklung: In bestimmten Zonen des Naturschutzgebiets ist das Sandvolumen massiv zurückgegangen. Besonders betroffen sind die Bereiche in unmittelbarer Nähe zu den touristischen Einrichtungen wie Kiosken und den Liegebereichen mit Strand-Hängematten. Hier wurde ein Verlust der Sandmenge von bis zu 64 Prozent festgestellt.

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Diese Zahlen verdeutlichen, dass das natürliche Gleichgewicht des Dünensystems empfindlich gestört ist. Der Sand, der normalerweise durch Windbewegungen innerhalb des Systems zirkulieren sollte, geht dem Ökosystem zunehmend verloren oder wird an Stellen abgelagert, wo er die ökologische Funktion nicht mehr erfüllen kann.

Behörden planen gezielte Sand-Umsiedlung

Um dieser Erosion entgegenzuwirken, hat die Inselverwaltung (Cabildo de Gran Canaria) nun konkrete Maßnahmen eingeleitet. Ein detaillierter Plan wurde ausgearbeitet, für den aktuell die Genehmigung der staatlichen Küstenbehörde (Costas) eingeholt wird. Ziel ist es, Sand aus Bereichen, in denen er sich im Übermaß ansammelt – insbesondere in der Nähe der Strandpromenade –, kontrolliert zu entnehmen.

Dieser Sand soll anschließend in die Zonen zurückgeführt werden, die am stärksten vom Schwund betroffen sind. Durch diese künstliche Umverteilung soll der natürliche Kreislauf unterstützt und die Schutzfunktion der Dünen langfristig gesichert werden. Die Experten des Projekts „Masdunas“ betonen, dass ohne ein solches Eingreifen die Gefahr besteht, dass die Dünenlandschaft in ihrer jetzigen Form sukzessive verschwindet.

Die Rolle der touristischen Infrastruktur

Die Analyse der Daten zeigt einen direkten Zusammenhang zwischen der Lage von Kiosken sowie Hängematten und dem Sandverlust. Die menschliche Nutzung und die fest installierten Strukturen beeinflussen die Windströmungen, die für den Transport des Sandes verantwortlich sind. Wenn der Wind auf Hindernisse trifft, verändert sich die Ablagerungsdynamik.

Das Projekt „Masdunas“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Prozesse genau zu überwachen. Die jüngsten Ergebnisse dienen als Grundlage für die neue Phase der Sanierung. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt der Optik für den Tourismus, sondern primär um den Schutz eines einzigartigen Ökosystems, das zahlreichen spezialisierten Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum bietet.

Nächste Schritte im Genehmigungsverfahren

Ob und wann die Bagger anrollen dürfen, hängt nun von der Entscheidung der Küstenbehörde ab. Das Cabildo hat alle notwendigen Unterlagen eingereicht, die den Fortschritt und die Notwendigkeit der Maßnahmen belegen. Die geplanten Arbeiten sehen vor, den Sand direkt am Paseo (der Promenade) abzugreifen, wo er oft als störend empfunden wird oder Wege blockiert, und ihn strategisch sinnvoll im Herzen der Dünen wieder einzubringen.

Dieser Prozess ist Teil einer langfristigen Strategie, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels und des menschlichen Einflusses auf das Naturschutzgebiet zu minimieren. Die Verantwortlichen hoffen auf eine zeitnahe Zusage, um die Erosion stoppen zu können, bevor die Verluste in den kritischen Zonen die 64-Prozent-Marke noch weiter überschreiten.

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