
Rückbau in El Saler: Asphalt und Kanalisation weichen der Natur
Die Stadtverwaltung von Valencia hat eine Ausschreibung gestartet, um Asphaltflächen und Abwassersysteme in El Saler zu beseitigen. Die Maßnahmen betreffen Relikte einer gescheiterten Urbanisierung aus den 1960er Jahren, die einst die gesamte Devesa umfassen sollte.
Die Stadtverwaltung von Valencia hat ein neues Projekt initiiert, um die ökologische Qualität in El Saler weiter zu verbessern. Im Fokus steht dabei die Beseitigung baulicher Altlasten, die noch aus einem großflächigen Erschließungsversuch vor mehreren Jahrzehnten stammen. Durch ein nun eröffnetes Ausschreibungsverfahren sollen gezielt Infrastrukturen zurückgebaut werden, die heute als störend für die natürliche Umgebung empfunden werden.
Abschied von veralteten Infrastrukturen
Hier könnte Ihre Werbung oder Dienstleistung stehen
Jetzt Werbung buchen →
Das Vorhaben konzentriert sich auf die Entfernung von Überbleibseln einer Siedlungsplanung, die ihren Ursprung in den 60er Jahren hatte. Damals war vorgesehen, das Areal der Devesa in seiner kompletten Ausdehnung baulich zu nutzen. Diese Pläne wurden jedoch nie vollendet, hinterließen aber dennoch deutliche Spuren in der Landschaft.
Die lokalen Behörden suchen nun nach Unternehmen, die folgende Rückbaumaßnahmen umsetzen:
- Beseitigung von Fahrbahnen: Alte Straßenabschnitte, die durch die Versiegelung des Bodens die natürliche Entwicklung hemmen, sollen vollständig entfernt werden.
- Rückbau des Abwassersystems: Die unter der Erdoberfläche liegende Kanalisation, die für die einstige Urbanisierung installiert wurde, wird im Rahmen der Arbeiten ausgehoben.
- Flächenbefreiung: Durch das Aufbrechen des Asphalts wird Raum geschaffen, damit sich das Gelände regenerieren kann.
Ein Korrektiv für historische Fehlplanungen
Das Projekt ist ein deutliches Signal gegen die massive Flächenversiegelung vergangener Epochen. Die damalige Vision, das gesamte Gebiet der Devesa zu urbanisieren, gilt heute als gescheitert. Dennoch sind die physischen Hinterlassenschaften wie Straßen und Rohrleitungen bis heute präsent.
Mit der aktuellen Ausschreibung setzt die Stadtverwaltung den Weg fort, diese künstlichen Barrieren schrittweise zu eliminieren. Ziel ist es, die Landschaft von den Resten der nicht realisierten Siedlung zu befreien und so den ursprünglichen Charakter der Zone zu stärken.
Bedeutung für die Region
Die Maßnahmen betreffen ein Gebiet, das für seine besondere Lage und seine ökologische Bedeutung bekannt ist. Indem der Asphalt weicht, verschwinden Relikte einer Zeit, in der die bauliche Erschließung Vorrang vor dem Erhalt von Freiflächen hatte. Für die Zukunft bedeutet dies eine Landschaft, die weniger durch Beton und unterirdische Rohrsysteme geprägt ist. Die Ausschreibung markiert damit einen weiteren Schritt in der langfristigen Strategie, die baulichen Sünden der 60er Jahre konsequent abzuarbeiten.
Die Entfernung der Kanalisation ist dabei ein technisch aufwendiger Teil des Prozesses, da hierbei tief in die bestehenden Bodenschichten eingegriffen werden muss, um die alten Leitungen restlos zu entsorgen. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird ein wesentlicher Teil der künstlichen Unterkellerung des Geländes der Vergangenheit angehören.
Hier könnte Ihre Werbung oder Dienstleistung stehen
Jetzt Werbung buchen →
