
Schutz von Minderjährigen: Schule auf Teneriffa entfernt beschuldigten Priester nach Pederastie-Vorwürfen
Die Schule Escuelas Pías de Tenerife hat einen Priester, dem sexueller Missbrauch in Kolumbien vorgeworfen wird, dauerhaft aus dem schulischen Umfeld entfernt. Die Einrichtung reagiert damit auf eine Anzeige und die Besorgnis der Elternschaft.
Vorwürfe gegen Geistlichen: Schule auf Teneriffa zieht Konsequenzen
In einer offiziellen Mitteilung hat die Bildungseinrichtung Escuelas Pías de Tenerife bekannt gegeben, dass ein Priester, gegen den schwere Vorwürfe wegen Pederastie vorliegen, aus dem schulischen Umfeld entfernt wurde. Die Schulleitung reagierte damit auf Berichte über die Vergangenheit des Geistlichen und die daraus resultierende Besorgnis unter den Eltern der Schüler.
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Die Institution betonte in einem Rundschreiben an die Familien, dass die Sicherheit der Kinder oberste Priorität habe. Man wolle unmissverständlich klarstellen, dass sich die Schülerinnen und Schüler in einer „sicheren, geschützten und kontrollierten Umgebung“ befinden.
Hintergrund der Vorwürfe in Kolumbien
Die Anschuldigungen gegen den spanischen Priester C.A.A. reichen weit zurück. Ein ehemaliger Schüler des Colegio Calasanz in Cúcuta, Kolumbien, hatte sich Anfang Mai per E-Mail an den Orden der Escolapios gewandt. Er gab an, im Jahr 1992, als er acht Jahre alt war und die dritte Klasse der Primarstufe besuchte, Opfer sexuellen Missbrauchs durch den damaligen Koordinator der Primarstufe geworden zu sein.
Nachdem der Betroffene erfahren hatte, dass der beschuldigte Priester seit 2015 in einer Schule auf Teneriffa lebte und dort potenziell Kontakt zu Minderjährigen haben könnte, erstattete er am 19. Mai Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.
Maßnahmen der Schulleitung auf Teneriffa
Obwohl der Priester laut Angaben der Escuelas Pías de Tenerife keine Lehraufträge oder pastoralen Aufgaben im Zentrum wahrnahm, wurden nach Bekanntwerden der Vorwürfe sofortige Schritte eingeleitet:
- Sofortige Isolierung: Seit die Institution von den Vorwürfen erfuhr, wurde jeglicher Kontakt des Mannes zu Minderjährigen oder Schülern unterbunden.
- Verlegung an einen neuen Standort: Unter Anwendung der internen Schutzprotokolle wurde der Geistliche an einen Ort außerhalb des schulischen Umfelds verlegt.
- Berücksichtigung des Alters: Die Verlegung erfolgte an einen Ort, der seiner „fortgeschrittenen Altersstruktur“ angemessen ist, jedoch strikt sicherstellt, dass kein Kontakt zu Kindern möglich ist.
Reaktion auf die Unruhe in der Elternschaft
Die Veröffentlichung der Informationen über den Aufenthalt des Priesters in der historischen religiösen Schule auf Teneriffa hatte am Donnerstag für erhebliche Unruhe unter den Eltern gesorgt. Diese hatten sich mit einem Schreiben an die Schulleitung gewandt, um Aufklärung und Sicherheitsgarantien zu fordern.
Die Schulleitung antwortete darauf mit der Bestätigung, dass präventive Maßnahmen bereits unmittelbar nach dem ersten Hinweis ergriffen wurden, noch während die entsprechenden Verfahren zur Klärung des Sachverhalts laufen. Man verstehe die Sorgen der Eltern vollumfänglich und setze alles daran, das Vertrauen in die Sicherheit der Einrichtung zu wahren.
Der Fall liegt nun bei den zuständigen Behörden, während die Schule betont, dass der Beschuldigte keinerlei Verbindung mehr zum Bildungsbetrieb oder zum Gelände der Escuelas Pías hat.
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