Sonne wird zur Gefahr: Kanaren-Behörden rufen extreme Warnstufe für UV-Strahlung aus
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Sonne wird zur Gefahr: Kanaren-Behörden rufen extreme Warnstufe für UV-Strahlung aus

Die Gesundheitsbehörden der Kanaren haben die Warnstufe für UV-Strahlung auf „extrem“ angehoben. Besonders betroffen sind Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria. Die Behörden warnen vor DNA-Schäden und Immunschwäche.

21. Mai 20262 Min. Lesezeitde

Alarmstufe Rot: Gesundheitsbehörden warnen vor extremer UV-Strahlung

Die kanarischen Gesundheitsbehörden haben eine dringende Warnung für die gesamte Inselgruppe herausgegeben. Aktuelle Daten des staatlichen Wetterdienstes zeigen, dass die Belastung durch ultraviolette Strahlung (UV) derzeit ein kritisches Niveau erreicht hat. Während auf allen Inseln des Archipels ein „sehr hohes“ Risiko besteht, wurde für weite Teile von Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria sogar die höchste Warnstufe „extrem“ ausgerufen.

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Diese Einstufung erfolgt im Rahmen des „Plans für präventive Maßnahmen gegen ultraviolette Strahlung“, den die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit des kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) koordiniert. Ziel ist es, die Bevölkerung vor den teils schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen der intensiven Sonneneinstrahlung zu schützen.

Regionale Unterschiede und Ausnahmen

Obwohl die Warnung für fast das gesamte Territorium gilt, gibt es kleinräumige Unterschiede in der Intensität. Die Stufe „extrem“ betrifft den Großteil der östlichen Inseln. Es gibt jedoch spezifische Gemeinden, in denen das Risiko laut den offiziellen Indikatoren knapp unter der Extremmarke, aber immer noch im Bereich „sehr hoch“ liegt:

  • Lanzarote: Die Hauptstadt Arrecife verbleibt in der Kategorie „sehr hoch“.
  • Gran Canaria: Die Gemeinden La Aldea de San Nicolás, Agaete und Gáldar sind ebenfalls mit einem „sehr hohen“ statt eines extremen Risikos eingestuft.

Der Präventionsplan der Behörden unterscheidet grundsätzlich fünf Risikostufen: niedrig, moderat, hoch, sehr hoch und extrem. Dass nun zeitgleich auf mehreren Inseln die höchste Stufe erreicht wird, unterstreicht die aktuelle Wetterlage.

Die unterschätzten Gefahren für den Körper

Die Gesundheitsbehörden weisen mit Nachdruck darauf hin, dass UV-Strahlung weit mehr als nur einen schmerzhaften Sonnenbrand verursachen kann. Die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind vielfältig und oft erst langfristig sichtbar. Zu den akuten und chronischen Risiken gehören:

  • Schädigung der DNA: Die Strahlung kann direkt die Erbinformationen in den Hautzellen angreifen.
  • Immunsuppression: Eine zu hohe UV-Dosis schwächt das Immunsystem. Dies kann unter anderem dazu führen, dass Viren reaktiviert werden – ein klassisches Beispiel hierfür ist der Ausbruch von Lippenherpes.
  • Hautreaktionen: Neben klassischen Verbrennungen können fototoxische und fotoallergische Reaktionen auftreten.
  • Langzeitfolgen: Die Schwächung der körpereigenen Abwehr und die Zellschäden gelten als maßgebliche Risikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs.

Prävention und Schutzmaßnahmen

Um die negativen Effekte zu minimieren, veröffentlicht die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit wöchentlich aktualisierte Karten, die auf den Daten der Wetterbehörden basieren. Bürger und Besucher werden aufgefordert, ihr Verhalten im Freien strikt an die jeweilige Warnstufe anzupassen. Dazu gehören der Aufenthalt im Schatten während der Mittagsstunden, das Tragen von schützender Kleidung und Kopfbedeckungen sowie die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor.

Angesichts der aktuellen Einstufung als „extrem“ ist besondere Vorsicht geboten, da die Haut bereits nach sehr kurzer Zeit ohne Schutz dauerhafte Schäden davontragen kann.

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